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Vom Papier in die Wirklichkeit. Statt um einen Tisch herum zu sitzen und zu sagen: "Ihr geht durch einen schönen Wald, da tauchen vor euch drei Räuber auf, die einen reichen Händler überfallen haben und gerade seine Truhe durchsuchen" passiert genau das: die Spieler gehen durch einen Wald, sie treffen die Räuber und bekämpfen sie, um den Händler zu befreien.
Die Grundstruktur ist die gleiche: ein Spielleiter denkt sich die Geschichte aus und sogenannte "Nichtspielercharaktere" stehen ihm wie Schauspieler zur Verfügung, um die wichtigen Personen darzustellen, auf die die Spieler treffen. Innerhalb eines grundlegenden Regelwerkes, das nicht einfach ausspielbare Sachen wie den Einsatz von Zauberei festlegt, interagieren die Personen wirklich miteinander: sie diskutiere, die kämpfen mit speziellen Polster-Sicherheitswaffen, sie sitzen in einer Taverne und hören einem Sänger zu, sie streifen mit einer Schatzkarte durch den Wald und finden tatsächlich eine vergrabene Truhe. Diese Art des Rollenspiels ist natürlich sehr aufwändig, vor allem für die Spielleiter, die über einen großen Fundus an Ausrüstung verfügen und die gesamte Realorganisation wie zum Beispiel das Anmieten des Geländes und die Versorgung der Spieler übernehmen müssen, aber sie ermöglicht das direkte Erleben der Abenteuer.
Zu einem Liverollenspiel kommen bei großen Veranstaltungen hundert oder auch mehr Personen zusammen, die als Spielleiter, Nichtspielercharaktere oder Spieler agieren. |
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